Die neue Maibauzier ragt über die Dächer von Antersdorf

Maibaumdiebe hatten heuer keine Chance – sehr viele Gäste bei den Antersdorfer Trachtlern

.... Ho Ruck no a bissl

Antersdorf (cs). Traditionell stellen die Antersdorfer Trachtler nach alter Tradition beim Wirtsgarten Murauer jedes Jahr einen Maibaum auf. Der neue Stamm wurde heuer gestiftet von der Stadt Simbach und pünktlich zum Aufstellen war Bürgermeister Klaus Schmid, zugleich Ehrenvorsitztender des Trachtenvereins „Edelweiß Antersdorf“, am frühen Vormittag vor Ort, ebenso zahlreiche Stadträte, die Ehrenmitglieder Sepp Mini und Christina Schmid, sehr viele Trachtler und weitere Besucher. Im Nu war der Gastgarten Murauer voll und die große Kinderschar schaute dem Maibaumaufstellen auf der Steinmauer sitzend mit großem Interesse zu. In den Vorjahren waren Maibaumdiebe erfolgreich, doch im Jahr 2026 nicht.Den neuen, entrindeten und verzierten Stamm ließen sich die Antersdorfer diesmal nicht entwenden. „Den haben wir eingegraben, denn sogar mittels Drohne wollten mögliche Diebe ihre Beute ausspähen“, so Hans Wimmer augenzwinkernd. Nein, eingegraben war der Maibaum nicht, vielmehr beim „Schmidhuber“, bei der Familie von Christian Wimmer inmitten von Antersdorf, ganz sicher verwahrt und vor der Stadltür waren auch noch Autos usw. geparkt. In diesem Jahr kam also der Stamm nicht in fremde Hände. Beim „Waldhauser“, dem Nachbarhof vom „Schmidhuber“, sind die Schwaiberl gelagert und diese wurden vor dem Aufstellen von den Trachtlern geholt. Schon ging es los, Christian Wimmer gab das Kommando. „Hau ruck!“ hieß es immer wieder und weiter wurde der Maibaum in die Höhe gebracht. Schließlich in der Senkrechten, wurde die hölzerne Zier von Georg Spielbauer in der vorhandenen Vorrichtung „festgemacht“. Viel Applaus gebührte den Aufstellern, die tatsächlich den Stamm ausschließlich mittels Schwaiberl, Brettern und Muskelkraft in die Höhe gebracht hatten. Auf der Trachtlerbühne im Wirtsgarten traten nun die verschiedenen Gruppen des Trachtenvereins „Edelweiß Antersdorf“ auf, musikalisch auf Steirischer und Akkordeon begleitet von den Vereinsmusikern Stefan Huber und Ludwig Huber. Den Auftakt machten 24 Dirndl und Buam der Kindergruppe unter Leitung von Brigitte und Jakob Brodschelm mit den Tänzen „Kikeriki“ und „Bauernmadl“, es erfreuten die Schuhplattler, Goaßlschnalzer und die „Tanzgruppe der großen Leut‘“ mit ihren Auftritten bis in die Nachmittagsstunden hinein. 1. Vorstand Sebastian Schmid hatte vor Beginn der Brauchtumsdarbietungen allen Gästen ein herzliches „Grüß Gott“ gesagt, sich bei der Stadt Simbach für die Stiftung des Maibaumes bedankt und den vielen Maibaumaufstellern für ihre tatkräftige Unterstützung. Ein gemütliches Beisammensein bei schönstem Maienwetter wünschte er und dies genossen alle bis in den frühen Abend hinein. Es wurde getanzt, geplattelt, geschnalzt, musiziert und gesungen und so in bester Antersdorfer Manier die Freude auf den Wonnemonat Mai mit all seiner Blütenpracht zum Ausdruck gebracht. Tatsächlich trug an diesem Tag die Natur der Heimat unter blauem Himmel ein saftig grünes Kleid, ergänzt von gelben Blüten auf den Rapsfeldern, bunten Blumen und den weiß, lila oder rosafarbenen Rispen vom Flieder. Man saß beisammen, genoss die Unterhaltungen an den Biergartentischen und die vielen Kinder vergnügten sich spielend auf der Bühne, rutschten, schaukelten oder spielten „Fangen“ und „Verstecken“. Ein 1. Mai wie aus dem Bilderbuch!

Beim „Waldhauser“ in Antersdorf sind die Schwaiberl gelagert. Unmittelbar vor dem Maibaumaufstellen wurden sie geholt.
Mit dabei: Bürgermeister Klaus Schmid (rechts)

Die Vorstände des Trachtenvereins „Edelweiß Antersdorf“, Sebastian Schmid (rechts) und Lukas Feichtinger (links).

Gleich gings los mit dem Maibaumaufstellen in Antersdorf, mit dabei u.a. Bürgermeister Klaus Schmid (6. v. links),
Stadtrat Alfred Feldmeier ((7. v. links) und Kommandogeber Christian Wimmer (2. v. rechts).

... und gschafft

...da Trachtlernachwuchs is a do

... aufgehts